
Beim Vordringen der Franken aus dem Worms-, Kreich- und Speyergau im 7. Jahrhundert ist der Ort wahrscheinlich entstanden. Genaues über seine Entstehung ist nicht bekannt. In Urkunden wird Altmannshausen nach dem Stand der bisherigen Nachforschungen im Jahre 1280 zum ersten Male erwähnt. So schenkte Graf Heinrich von Castell am 24. Januar 1280 dem Bischof Berthold von Würzburg neun Mansen (Zinsgüter) in Altmannshausen. Im ältesten Lehensbuch des Hochstiftes Würzburg vom Jahre 1358 heißt es: "Walter von Seckendorf erhielt das Burglehen in Markt Bibart, gelegen in Altmannshausen."
Der Ort war durch die Jahrhunderte hindurch, mit Ausnahme der Zeit vom 30-jährigen Krieg, keinen Veränderungen unterworfen. Nach einer Zehentabgabe vom Jahre 1470 zu schließen, gab es damals in Altmannshausen 21 Bauernsiedlungsstellen mit folgender Aufteilung: 8 ganze Huben (große Höfe), 2 dreiviertel Huben, 8 halbe Huben, 1 viertel Huben, ein Erbhof mit eineinhalb Huben und eine Schenkstätte (Gasthaus). Der Erbhof gehörte dem Castellschen Amt Rüdenhausen - erworben im Jahre 1462.
Nach der Montgelas- Statistik in der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek in München standen im Jahre 1817 in Altmannshausen 35 Häuser.
Schon im Jahre 1420 wird in Urkunden Altmannshausen als Pfarrei genannt. Es war eine würzburgische Pfarrei und gehörte vor, als auch nach der Reformation, zum Kapitel Iphofen.
Als im Jahre 1818 die mittelfränkischen Pfarreien des Bistums Würzburg der Erzdiözese Bamberg zugeteilt wurden, kam Altmannshausen zum neuerrichteten Dekanat Scheinfeld.
Die alte Pfarrkirche, die dem hl. Jakobus geweiht ist, wurde im 30-jährigen Krieg sehr beschädigt. Erbaut wurde sie vom Bischof Julius Echter. Das Portal trägt die Jahreszahl 1612. Der frühere Turm hatte ein spitz zulaufendes Ziegeldach. Ein Orkan warf im Jahre 1750 dieses Turmdach auf die Langseite der Kirche. Erst im Jahre 1801/03 wurde der Turm um ein Stockwerk erhöht und das Kuppeldach aufgesetzt.
1778 entstand an Stelle des alten Pfarrhauses, da es baufällig geworden war, das gegenwärtige Gebäude. Das ehemalige Schulhaus wurde im Jahre 1786 von der Gemeinde gebaut.
Die Lage des Ortes an der Fernverkehrsstraße (früher Heeresstraße Frankfurt - Nürnberg) brachte es mit sich, daß Altmannshausen schon immer in Kriegszeiten unter Kriegsvölkern viel zu leiden hatte und mitunder große Schäden und Drangsale hinnehmen musste.
Sehr schlimm erging es dem Ort im 30-jährigen Krieg. Endlose Durchzüge von Truppen aller Art und Völker waren auszustehen. Die damalige Kirche und der Pfarrhof wurden schwer beschädigt und die St. Veitskapelle vollkommen zerstört. In der 1651 angelegten Pfarrbeschreibung heißt es: "Bei der Beschießung des Ortes und der Zerstörung der St. Veitskapelle waren alle Bewohner entflohen". Ferner wird berichtet, der Ort sei 15 oder 16 Jahre unbewohnt gewesen. Nach dem Kriege siedelten sich wieder 4 Famielien an. Die 3 Höfe in Enzlar wurden erst 80 Jahre später wieder besiedelt.
Im 7-jährigen Krieg wird über den Einfall der "Borussen" (Preußen) wiederholt berichtet. Am 20. November 1762 streiften die Borussen, die bis an die Tore Würzburgs vordrangen, den Ort. Damals musste die Gemeinde 900 Dukaten für das Kriegsvolk und noch im selben Jahr 900 Gulden für ein französisches Magazin aufbringen. 1796 hatten die Franzosen ein "Scharmützel" mit den Kaiserlichen und beschossen mit Haubitzen den Ort. Nach der Flucht der Franzosen brach im Dorf eine schlimme Seuche aus, der 110 Personen zum Opfer fielen. Schwere Leiden und Drangsale brachten die Kriege Napoleons über die Gegend. Besonders von 1808 und 1819 musste Altmannshausen schwere Lasten auf sich nehmen.
Militärlieferungen und langandauernde Einquartierungen verschlangen hohe Summen. Im ersten Weltkrieg kamen 21 Männer nicht mehr zu Ihren Familien in die Heimat zurück. Bei den Kämpfen im Jahre 1945 vor dem Ende des Krieges flüchtete ein Großteil der Bevölkerung von Altmannshausen in die nördlich des Ortes liegenden Wälder. Viele Altmannshäuser fanden im Nachbardorf Oberambach eine gute Aufnahme.
Altmannshausen mit seinen Ortsteilen Enzlar und Altenspeckfeld blieb, was es immer war: ein echt fränkisches Dorf. Seine Bewohner zeigen sich dem Fortschritt gegenüber recht aufgeschlossen. So erfolgte 1954 der Anschluss an die Fernwasserversorgung, 1964-1970 stand die Flurbereinigung an, und mit dem Bau der Festhalle 1971/72, auch "Dreschhalle" genannt, schufen sich die Bürger ein Gebäude, in welchem viele kulturelle und vor allem vereinsbezogene Veranstaltungen durchgeführt werden können.
Bildete die Friedhofserweiterung mit der Einrichtung des Leichenhauses in den Jahren 1966 und 1967 einen gewissen Schwerpunkt in der Erledigung gemeindlicher Aufgaben, so war es 1974 die Kirchenerweiterung bzw. -renovierung des Gotteshauses, die den Belangen der Kirchengemeinde Rechnung trug.
Mit dem Anschluss an die Marktgemeinde Markt Bibart zum 01.01.1976 gab der Ort verwaltungsgemäß seine Selbständigkeit auf, doch die innere Geschlossenheit der Bürger und Ihre Verbundenheit blieb erhalten.
Die Blaskapelle Altmannshausen veranstaltete 1978 zu ihrem 25-jährigen Jubiläum ein Festwochenende mit zahlreichen Ehrungen. Ein weiteres Jubiläum wurde nur zwei Jahre später gefeiert - die Freiwillige Feuerwehr wurde 100 Jahre alt.
Um für Nachwuchs zu sorgen, wurde 1981 die Jugendkapelle Altmannshausen von dem damals amtierenden 1. Vorstand Anton Engelhardt und dem Dirigenten Hans Beringer gegründet. 1986 feierte der Soldaten- und Kameradschaftsverein Altmannshausen sein 60-jähriges Gründungsfest.
Die nicht mehr benötigte Gemeinschafts-Kühlanlage wurde 1992 zu einem Probenraum für die Jugendkapelle umgebaut.
Im gleichen Gebäude richtete 1995 die Altmannshäuser Jugend anstelle der Milchsammelstelle einen Jugendraum in Eigenleistung ein.
Um das Dorfbild weiter zu verschönern, wurde ein Dorfbrunnen gestiftet und 1990 eingeweiht.
Im gleichen Jahr begann man auch mit der Renovierung des Kirchturmes. Das Kreuz und die Kugel wurden komplett erneuert.
1993 feierte die Blaskapelle Altmannshausen ihr 40-jähriges Bestehen.
Die letzte Gastwirtschaft in Altmannshausen, das "Gasthaus zum Schwan" musste am 01.11.1993 leider schließen.
Bis heute besitzt Altmannshausen keine Gastwirtschaft mehr, weshalb viele Veranstaltungen in die Dreschhalle verlegt wurden.
Da die dort vorhandene Ölheizung überholt war, ließ die Gemeinde 1996 eine neue Gasheizung einbauen.
Im gleichen Jahr feierte der Soldaten- und Kameradschaftsverein sein 75-jähriges Vereinsfest in der Dreschhalle.
Der Anschluß an die neue Kläranlage von Markt Bibart wurde beschlossen und 1999 durch den Bau einer Druckleitung durchgeführt.
Da die alte Orgel in der Altmannshäuser Kirche nicht mehr spielfähig war, wurde diese innerhalb von 3 Jahren renoviert und schließlich zur Kirchweih 2002 wieder eingeweiht.
Renoviert wurde auch die Küche und der Ausschank der Dreschhalle. In Eigeninitiative baute man eine neue Einrichtung ein.