Der Wunsch einiger Altmannshäuser Bürger, eine Musikkapelle zu gründen, bestand schon zu frühen Zeiten. Jedoch der zweite Weltkrieg und seine Folgen verhinderten es lange Zeit, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.
1953 schließlich wurde durch Initiative von Herrn Georg Meier die Blaskapelle Altmannshausen ins Leben gerufen.
Elf Personen erklärten sich bereit, ein Instrument zu erlernen. Neben großen idealistischen Opfern wurden auch erhebliche finanzielle Aufwendungen notwendig.

Die Gründungsmitglieder von links nach rechts: Anton Engelhardt, Jakob Rückel, Erwin Bauer, Jakob Bauer, Oswin Pauly, Hans Romeis, Alois Fichtel, Josef Bauer, Richard Karg, Friedrich Pauly, Georg Maier
Um den Ankauf zu erleichtern, wurde eine Dorfsammlung durchgeführt. Sie erbrachte ca. 350,- DM. Ein Privatmann streckte 500,- DM vor. Um die Jahreswende wurden dann für 3.500,- DM Instrumente gekauft.
Zuerst bildete Herr Georg Maier, Musiklehrer aus Baudenbach, die Bläser aus und leitete auch die Kapelle. Man beschränkte sich zunächst auf kirchliche Musik, aber schon bald war man sich einig, auch weltliche Stücke zu spielen.
Etwa eineinhalb Jahre später übernahm der Gründer Georg Maier die musikalische und organisatorische Leitung der Blaskapelle. 1955 traten neue Musiker dem Verein bei. Die Zahl der Aktiven erhöhte sich auf achtzehn.
1956 erfolgte der Beitritt zum Nordbayrischen Musikbund. 1957 wurde Jakob Rückel zum Dirigenten berufen. Unter seiner Regie wurde das Programm weiter vergrößert.

Tag der Blasmusik 1956. Vordere Reihe v.l.: Jakob Bauer, Helmut Beringer, August Rüttinger, Hans Panzer, Friedrich Pauly, Josef Bauer; mittlere Reihe v.l.: Richard Karg, Alois Fichtel, Erwin Bauer, Georg Maier, Hans Romeis, Oswin Pauly, Jakob Rückel; hintere Reihe v.l.: Alfred Fichtel, Hans Beringer, Hermann Heinlein, Herbert Engelhardt, Heinrich Bauer
Konzertante Stücke wurden einstudiert und man nahm an Musikfesten sowie an Wertungsspielen teil.
In den folgenden Jahren trat die Kapelle immer mehr in der Öffentlichkeit in Erscheinung.

Sängerfest 1959
Verschiedene Anlässe der Gemeinde und Veranstaltungen von auswärtigen Vereinen wurden durch die Blaskapelle umrahmt.

Festzug 1956 unter der Leitung von August Rüttinger
1963 übernahm Richard Karg das Amt des 1. Vorstandes. Herr Jakob Rückel trat 1967 vom Amt des Dirigenten zurück und Hans Beringer erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen.

Kriegervereinsfest 1964
Die Ausbildung weiterer Jungbläser übernahm Alois Fichtel. In der Folgezeit kamen mehrere neue aktive Musiker hinzu. Andere wiederum traten aus dem Verein aus.
1968 konnte eine einheitliche Uniform angeschafft werden. Inzwischen hatte die Kapelle einen Ausbildungsstand erreicht, mit dem man größere Auftritte übernehmen konnte.

Erstmals trat man als Festkapelle beim 100-jährigen Feuerwehrfest in Schorndorf, Kreis Cham, auf.

Einweihung der Dreschhalle
1972 erwarb der Verein eine einheitliche Trachtenkleidung. im selben Jahr sorgte die Blaskapelle beim Schützenfest in Steinbild (Emsland) für gute Stimmung. Die Musik kam dort so gut an, dass 1974, 1977 und 1981 weitere Auftritte folgten.

Ein weiterer Höhepunkt des Vereinslebens war 1973, als man zusammen mit dem Volkstrachtenverein Markt Einersheim am großen Trachten- und Schützenumzug zur Eröffnung des Oktoberfestes in München teilnahm.

1973 Oktoberfest in München
Ab 1974 war Anton Engelhardt 1. Vorstand der Kapelle, sie bestand damals aus 18 aktiven Musikern. Im gleichen Jahr wurde auch eine Gesangsanlage angeschafft.

Ständchen im Hof bei Anton Engelhardt
In den nächsten Jahren wurde unsere Kapelle weit über den Landkreis hinaus bekannt, was nicht zuletzt ein Verdienst des Dirigenten Hans Beringer und Vorstand Anton Engelhardt war.
Man besuchte jährlich zwei bis drei Musikfeste und nahm an den Wertungsspielen der Unter- und Mittelstufe teil. Die Erfolge und Auszeichnungen sind durch Urkunden belegt.

Umzug in Scheinfeld
Im Jahre 1978 konnte im Rahmen eines Kreismusikfestes das 25-jährige Bestehen der Blaskapelle gefeiert werden. Für 40-jährige aktive Musiktätigkeit wurde damals Gründer und Ehrenvorstand Georg Maier geehrt, für 25-jährige Mitgliedschaft Hans Romeis, Richard Karg, Jakob Bauer, Anton Engelhardt, Herbert Engelhardt, Alois Fichtel, Hans Beringer und Heinrich Bauer. Für 10-jährige Mitgliedschaft wurden Wendelin Fichtel, Edgar Nitsche, Lorenz Romeis, Hans Ranft, Peter Weikert und Hermann Meinzinger geehrt. Das Musikfest war für alle ein großer Ansporn und man setzte sich zum Ziel, noch aktiver zu werden.